Im Westen der Demokratischen Republik Kongo betreiben die Oblatenmissionare ein Gesundheitszentrum, das die medizinische Grundversorgung für 6’800 Menschen in einer schwer zugänglichen Region sicherstellt. Mit einem geländegängigen Fahrzeug sollen künftig dringende Überweisungen ins Bezirksspital sowie mobile Einsätze in zwei weiteren Gesundheitsstationen ermöglicht werden. So wird die gesundheitliche Versorgung der ländlichen Bevölkerung insgesamt deutlich verbessert.
In der abgelegenen Region Ifwanzondo, rund 20 Kilometer von der Stadt Idiofa in der Provinz Kwilu entfernt, leben etwa 6’800 Menschen in zwölf Dörfern unter prekären Bedingungen. Armut, mangelnde Infrastruktur und ungenügende Gesundheitsversorgung prägen das tägliche Leben. Vor allem Schwangere und Kinder sind von vermeidbaren Erkrankungen betroffen. Während der Regenzeit sind viele Orte kaum erreichbar.
Die katholische Ordensgemeinschaft Missionnaires Oblats de Marie Immaculée (OMI) betreibt in der Region mehrere medizinische Einrichtungen. Die wichtigste davon ist das Centre Hospitalier d’Ifwanzondo mit 70 Betten, ärztlicher Leitung und täglichem Ambulatorium. Neben Geburtenbetreuung und Basisoperationen führt das Team auch Impfungen, HIV-Prävention und Tuberkulosebehandlungen durch. Zusätzlich betreuen die Oblaten die Aussenstationen Saint Charles Lwanga in Idiofa sowie ein Zentrum in Mwabo. Mobile Einsätze und präventive Aktivitäten in abgelegenen Dörfern sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit, scheitern jedoch regelmässig an fehlenden Transportmöglichkeiten.
Um die Gesundheitsversorgung zu verbessern, soll ein geländegängiges Fahrzeug angeschafft werden. Es dient als Ambulanz für dringende Überweisungen ins Spital in Idiofa und als Transportmittel für medizinisches Personal und Material bei Einsätzen in Saint Charles Lwanga und Mwabo, die 20 bzw. 60 Kilometer entfernt liegen. Auch Impfkampagnen, Schulungen und der Transport von Medikamenten lassen sich damit effizienter umsetzen.
In einer Region, in der vermeidbare Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Atemwegsinfektionen weit verbreitet sind und Geburtskomplikationen häufig lebensbedrohlich verlaufen, kann ein zuverlässiges Transportmittel Leben retten und den Zugang zu einer Gesundheitsbasisversorgung auch für schlecht erreichbare ländliche Gemeinschaften – selbst während der Regenzeit – möglich machen.
Missionnaires Oblats de Marie Immaculée, OMI
Direkte Begünstigte sind jährlich 5'000 bis 6’000 Patientinnen, die in drei Gesundheitseinrichtungen stationär und ambulant behandelt werden. Indirekt begünstigt ist die gesamte ländliche Bevölkerung der Region mit etwa 6’800 Einwohnern.
Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist deutlich rückläufig, die gesundheitliche Situation der ländlichen Bevölkerung allgemein verbessert, und die Menschen haben besseren Zugang zu einer verlässlichen Basisgesundheitsversorgung.
CD-25-0028
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