Kinder mit Behinderungen sind in Afrika besonders stark von Armut, Ausgrenzung und mangelndem Zugang zu Gesundheits- und Bildungsangeboten betroffen. Das Don Guanella Center in Iwindi leistet seit Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Förderung ihrer Teilhabe. Mit einem neuen Bus soll die sichere Beförderung der Kinder gewährleistet und die gemeindebasierte Rehabilitationsarbeit gestärkt werden.
Die Region Mbeya im Südwesten Tansanias ist landesweit bekannt für ihre landwirtschaftliche Produktivität. Dennoch sind grosse Teile der ländlichen Bevölkerung von struktureller Armut betroffen. Besonders prekär ist die Situation für Kinder mit Behinderungen: Fehlende Infrastruktur, tief verwurzelte gesellschaftliche Stigmatisierung und der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung und Schulbildung machen ihr Leben besonders beschwerlich.
Das Don Guanella Center for Children with Disabilities setzt sich in Iwindi und umliegenden Dörfern für diese besonders verletzliche Bevölkerungsgruppe ein. Die von der Ordensgemeinschaft Servants of Charity geführte Einrichtung bietet umfassende Unterstützungsleistungen in den Bereichen medizinische Versorgung, Physiotherapie, frühkindliche Förderung, inklusive Bildung sowie Elternberatung. Ein besonderer Fokus liegt auf der gemeindebasierten Rehabilitationsarbeit, bei der Familien aktiv in die Betreuung eingebunden werden. Der Betrieb erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Schulen und Kirchgemeinden. Aktuell betreut das Zentrum regelmässig 208 Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung sowie zusätzlich 80 Kinder in einer inklusiven Vorschule.
Für viele Kinder stellt der tägliche Weg ins Zentrum eine grosse Herausforderung dar. Die Entfernungen zwischen den Dörfern und Iwindi betragen mehrere Kilometer, der Transport erfolgt häufig mit Motorradtaxis. Gerade für Kinder mit starker Beeinträchtigung ist dies unzumutbar. Familienangehörige verlieren durch die Begleitung oft den gesamten Arbeitstag.
Mit der Beschaffung eines Kleinbusses soll das Transportproblem gelöst werden. Der 15-Plätzer soll den regelmässigen Transport der Kinder sicherstellen, mobile Therapieeinsätze ermöglichen und auch für Elternberatung sowie pastorale Aktivitäten genutzt werden. Damit wird die Erreichbarkeit des Zentrums erheblich verbessert, die Teilhabe der Kinder gestärkt und die Belastung für die Familien reduziert.
Das Don Guanella Center leistet unverzichtbare Arbeit für Kinder mit Behinderungen in einer Region, in der sie oft stigmatisiert und vernachlässigt werden. Ein eigenes Fahrzeug stärkt diese Arbeit entscheidend, indem es Betreuung, Bildung und gemeindebasierte Unterstützung verlässlich zugänglich macht – auch für Familien in weiter entfernten Dörfern.
Bus
Don Guanella Center for Children with Disabilities
208 Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung, die im Zentrum betreut werden, zudem 80 Kinder in der Vorschule. Indirekte Begünstigte sind neben 300 Familienangehörigen Lehrpersonen und Gemeindeleiterinnen.
Kinder mit Behinderungen gelangen sicher und regelmässig ins Zentrum, was ihre Teilhabe an Therapie und Bildung verbessert. Dank mobilen Einsätzen in abgelegenen Dörfern ist die gemeindebasierte Rehabilitation gestärkt.
TZ-25-0010
Projektverantwortung: Peter Ganther
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