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Projekte

Uganda: Ambulanz bringt Patienten ins Spital und mobile Gesundheitsteams in abgelegene Dörfer

Das Einzugsgebiet des Villa Maria Hospitals im Südwesten Ugandas umfasst vier ländlich geprägte Distrikte mit grosser Armut und hoher Krankheitslast. Patientinnen und Patienten gelangen, wenn überhaupt, oft erst in kriti­schem Zustand ins Spital, weil es an zuverlässigen Transportmitteln fehlt. Ein neues Ambulanzfahrzeug soll die Notfallver­sorgung verbessern und mobile Gesundheitseinsätze ermöglichen.

In den Distrikten Kalungu, Bukomansimbi, Gomba und Ssembabule leben rund 489’000 Menschen – meist Kleinbauernfamilien, die vom Subsistenz­anbau leben und deren Lebensbedingungen prekär sind. Die Region weist eine hohe Krankheitslast auf, insbesondere durch Malaria, Atemwegs- und Magendarmerkrankungen sowie Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. Auch Verkehrsunfälle nehmen zu, verursacht durch die weite Verbreitung von Motorradtaxis.

Häufig wenden sich die Menschen zuerst an traditionelle Heiler. Ein Spital­besuch erfolgt oft erst, wenn der Gesundheitszustand bereits kritisch ist. Dies führt zu zahlreichen Notfällen, die eine spezialisierte Behandlung erfordern. Doch meist fehlt es an einem für Notfalltransporte geeigneten Fahrzeug.

Das Villa Maria Hospital wurde 1902 gegründet und wird heute von den Bannabikira-Schwestern geleitet. Es versteht sich als gemeinnützige Einrich­tung mit dem Ziel, auch für arme und benachteiligte Menschen medizinische Grundversorgung zugänglich zu machen. Neben stationären und ambulanten Diensten betreibt das Spital ein Ausbildungszentrum für Pflegepersonal so­wie ein Programm zur Betreuung von HIV-Patientinnen und -Patienten im häuslichen Umfeld. Rund 250 ambulante und über 100 stationäre Patientin­nen und Patienten werden täglich betreut.

Noch verfügt das Spital nur über eine über 20 Jahre alte Ambulanz, die häufig in der Reparaturwerkstatt steht und für unbefestigte Strassen ohnehin ungeeignet ist. Nun soll endlich ein vollwertiges Ambulanzfahrzeug mit Allrad­antrieb beschafft werden, das die Erdpisten auf dem Land auch in der Regenzeit meistert. Es soll zeitkritische Notfalltransporte – zum Beispiel die Überweisung von Schwangeren mit Geburtskomplikationen – und mobile Ge­sundheitseinsätze in abgelegenen Dörfern ermöglichen. Das Fahrzeug soll zudem die Zusammenarbeit mit kleineren Gesundheitseinrichtungen im Um­land stärken, die auf verlässliche Überweisungswege angewiesen sind.

Ein robustes Ambulanzfahrzeug verbessert die medizinische Versorgung durch das Villa Maria Hospital in einer armen, gesundheitlich unterversorgten Region mit schlechter Verkehrsanbindung. Es ermöglicht Not­falltransporte, Überweisungen an Spezialkliniken sowie regelmässige mobile Einsätze in über 40 Dörfern. Angesichts des Alters und Zustands des vorhandenen Am­bulanzfahrzeugs ist die Dringlichkeit einer Neuan­schaffung hoch.

Land
Uganda
Ort
Uganda, Central Region, Kalungu District, Villa Maria
Themengebiet
Gesundheit
Projekttyp
Personen-/Geländewagen

Projektpartner

Villa Maria Hospital
www.villamariahospital.org

Begünstigte

Villa Maria Hospital betreut täglich rund 250 ambulante Patientinnen und versorgt über 100 stationäre Pati­enten, verteilt auf die verschie­denen Abteilungen.

Erwartete Wirkung

Villa Maria Hospital ermöglicht der ländli­chen Bevölkerung im Ein­zugsge­biet eine zu­gängliche, quali­tativ hochwertige und bezahlbare ganz­heitliche Gesundheitsver­sorgung.

Projektnummer

UG-25-0019

Kontakt

Projektverantwortung:
Peter Ganther

miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0

Eigenleistung
11'100 CHF
Mittelbedarf
28'500 CHF
offener Spendenbetrag
CHF